Am 15. März 2018 fand im Hotel Mondial am Dom in Köln der erste Digitalisierungsworkshop der PINPOOLS GmbH in Kooperation mit dem Verband der deutschen Lack- und Druckfarbenindustrie statt. Die Veranstaltung hatte zum Ziel, den Austausch zwischen verschiedenen Akteuren der Branche bezüglich der Chancen und Risiken der Digitalisierung zu verstärken sowie deren Auswirkungen auf die Farben- und Lackindustrie zu erörtern.

Der Workshop begann mit einer kurzen Einführung von Herrn Christoph Maier, der den VdL vertrat. Herr Maier erläuterte kurz die Aufgaben des Verbands wie beispielsweise den aktuellen Kampf um das für die Branche unverzichtbare Weißpigment Titandioxid. Selbstverständlich kam er auch auf die Digitalisierung zu sprechen und welche Herausforderungen sich daraus für die beteiligten Akteure ergeben. Der Verband sei selbstverständlich daran interessiert, seine Mitglieder bei der Umrüstung auf die sogenannte Industrie 4.0 zu unterstützen.

Daraufhin folgte eine Präsentation aus der Sicht eines Einkaufsleiters der Farben- und Lackindustrie von Herrn Mark Simon, der die Ernst Diegel GmbH vertrat. Es wurden verschiedene Handlungsvorschläge, aber auch Hürden und Probleme der Digitalisierung im Einkauf genannt. Hier wurden vor allem die fehlende Prozessautomatisierung sowie der unzureichende Informationsfluss betont. Auch die niedrige Risiko- und Investitionsbereitschaft sei problematisch bei der Implementierung neuer Technologien.

Auch die „andere Seite“ des Beschaffungsprozesses war durch Herrn Markus König vertreten, der mit der Friedrich Scharr KG die Händlerperspektive repräsentierte. Der Handel chemischer Produkte im Zeitalter der Digitalisierung berge ganz eigene Möglichkeiten und Herausforderungen. Demnach seien vor allem der Aufbau nachhaltiger Kundenbeziehungen trotz reduziertem persönlichen Kontakt wichtig. Plattformen wie PINPOOLS müssten außerdem einen konkreten Mehrwert für die Anbieter erbringen um attraktiv zu bleiben, da eine reine Verstärkung des Wettbewerbs eher abschreckend für die Lieferanten wirke.

Nach allen Vorträgen fand ein reger Austausch zwischen den Workshop-Teilnehmern statt. Auf eine direkte, aber stets respektvolle Weise wurden verschiedene Probleme erörtert und Erfahrungen ausgetauscht, aber auch mögliche Lösungsansätze kritisch hinterfragt.

Nach einem stärkenden Mittagessen fand schließlich der letzte Vortrag des Workshops von Alexander und Heribert-Josef Lakemeyer statt, die PINPOOLS gegründet und den Workshop maßgeblich organisiert hatten. PINPOOLS ist eine digitale Rohstoff-Börse für die chemische Industrie, auf der einige Workshop-Teilnehmer bereits erfolgreich Chemikalien eingekauft haben. Die Plattform sei noch lange nicht so perfekt, dass sie alle Herausforderungen der Digitalisierung bewältigen könne, so die beiden Gründer. Gerade deshalb sei ein stetiger Austausch mit verschiedenen Seiten der Branche so wichtig.

Die Resonanz der Workshop-Teilnehmer war durchweg positiv. Nun arbeitet das PINPOOLS-Team an Lösungsansätzen für die angesprochenen Probleme. Schon in einigen Monaten ist ein weiterer Workshop geplant, bei dem die neusten Entwicklungen bezüglich der Digitalisierung in der Lack- und Farbenindustrie erörtert werden.

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